Steiler Sitz, der Kopf fällt vor - unsere Tipps

Wenn Kinder von der Babyschale in den Reboarder umsteigen, dann erwarten die Eltern eine ähnliche Liegeposition.

Man muss aber klar sagen: Es ist ein Kindersitz und keine Babyschale. Kinder müssen aus Sicherheitsgründen im Auto sitzen, egal ob sie vorwärts oder rückwärts fahren. Jede weitere Neigung des Kindes ist mit einer Sicherheitseinbuße verbunden bzw. erhöht die Kräfte auf Kopf und Nacken.

Zu klären ist: Stört es euer Kind überhaupt oder nicht? Beim Bremsen kommt der Kopf ohnehin in die Schutzzone. Natürlich ist es schöner, wenn er dort immer ist. Das geht aber nicht mit jedem Kind und in jedem Auto. Zudem hört das oft plötzlich um den zweiten Geburtstag herum auf, wenn sich die Proportionen der Kinder verändern.

Es gibt aber einige Dinge, die man zur Verbesserung der Situation ausprobieren kann:

Zuerst sollte man darauf achten, das Kind beim Anschnallen nach oben schauen lassen. Hierzu einfach über dem Kopf schnipsen oder ähnliches. Der obere Rücken muss sich richtig anlegen.  Das Kind soll nicht zu den Füßen schauen und den Rücken rund machen. Dann ordentlich feste anschnallen. So ist der Oberkörper nicht mit der Tendenz nach vorne fixiert und der Kopf wird eher oben gehalten, als wenn er schon eine vorgegebene Richtung nach unten hat.

Bei Reboard-Kindersitzen mit Spanngurten gibt es noch eine oft sehr effektive Möglichkeit:

Mit den Spanngurten kann man den Sitz ganz anleitungs-konform weiter neigen. Natürlich benötigt er dann mehr Platz, man sollte sich also immer überlegen, ob es notwendig ist und passt. Oft nimmt er in der Mitte hinten weniger Platz ein, weil das Prominenteste am Sitz sich zwischen die beiden Vordersitze schmiegt. Dieser Platz im Auto kann auch eine gute Möglichkeit bei mehr Platzbedarf sein.

Ich neige den Sitz bei langen Fahrten weiter und sitze dann gegebenenfalls hinten, wenn vorne deswegen zu wenig Platz ist. Auf normalen Tagfahrten lasse ich ihn etwas steiler, da seltener und kürzer geschlafen wird und vorne her noch jemand mitfahren muss.

Ganz genau geht es am besten so:

  1. Erst ganz normal einbauen und schauen. Falls noch zu steil:
  2. Alles feste lassen, nur den Stützfuß nochmal lösen und den Vordersitz weiter vor stellen.
  3. Kopfstütze des Kindersitzes ganz runter machen, damit sie nicht beschädigt wird.
  4. Am besten zu zweit: Einer drückt den Sitz an der Sitzschale oben richtig gut ins Polster, schön vorsichtig drauf lehnen (NICHT an der Kopfstütze, Vorsicht am Rückenstyropor).
  5. Der oder die Andere: Erst den einen Spanngurt gut feste ziehen, eventuell am losen Ende fassen und durchhängen lassen und mit einem Fuß zum Festziehen in die Schlaufe steigen. Kurzes Ruckeln hilft mehr als langes festes Ziehen. Das geht am besten, wenn man jeweils von einer Seite zieht und dann auf die andere Seite wechselt.
  6. Andere Seite festziehen.
  7. Stützfuß wieder festmachen.

Zu guter Letzt: Probiert ein Sandini-Kissen, dass ihr an der Kopfstütze befestigt. Es kann vorne mit Klett geöffnet werden und wird nur geschlossen, wenn die Kinder schlafen. Geht natürlich auch vorher, wollen die meisten Kinder aber nicht. Man muss dann zwar nach dem Einschlafen kurz anhalten, dafür ist der Kopf dann gestützt. Hier empfiehlt sich eher die kleinere als die größere Größe, damit die Stützfunktion auch wirklich ausreichend greift.

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