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Concord Reverso im iSize-Seitencrash

Im April erreichte uns eine Einladung von Concord. Das diesjährige International Sales Meeting sollte in Barcelona stattfinden, so dass wir direkt nebenan die Zentrale in Palaù anschauen können würden. Dort ist nicht nur die Entwicklung und Verwaltung, sondern auch eine Crashtest-Strecke, auf der vielfältige Tests simuliert werden können.

Hier möchte ich Euch von unserem Erlebnis mit der hochmodernen Crashtest-Strecke und dem Concord Reverso erzählen.

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Zunächst wird der Sitz natürlich anleitungskonform eingebaut. Das Befestigen des Dummys funktioniert nach festen Vorgaben. Wie viel Platz zwischen dem Rücken des Dummys und der Rückenlehne des Kindersitzes, mit welcher Kraft werden die Gurte angezogen etc. All das ist definiert und es gibt Hilfsmittel für das korrekte Durchführen der einzelnen Schritte.

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Die bisher geltenden Normen ECE-R44/03 und 44/04 beinhalteten keinen Seitenaufpralltest. Aktuell sind diese Normen noch immer zulässig und die 44/04 wird es auch noch eine ganze Weile bleiben. Natürlich beachten Hersteller hochwertiger Kindersitze aber schon lange auch den Seitenschutz. Es gibt jetzt schon die Nachfolgerin, die iSize-Norm oder ECE-R 129.

Der neue Seitenaufpralltest nach der iSize-Norm findet zwar "nur" bei 25km/h statt, aber es ist wichtig zu wissen, dass die Art des Abbremsens sehr viel mehr ausmacht, als die reine Geschwindigkeit. Bei dem iSize-Seitenaufpralltest wird dabei auch die Kanutschzone des Autos und das Eintauchen der Tür in den Fahrzeuginnenraum simuliert. Auf der Platte unten, welche direkt den Aufprallkontakt mit dem Reverso hatte, sieht man den Abdruck des Rahmens nach dem Crash.

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Die neuen Q-Dummys, welche jetzt genutzt werden, lösen die älteren P-Dummys ab. "P" kommt von Pinocchio, denn die kleine Marionette gab den ersten Dummys ihren Namen. Die Nachfolger, die Q-Dummys, haben jetzt mehr Sensoren und können so auch Belastungswerte messen, welche früher nicht darstellbar waren. Das ist vor allem interessant für die Nackenbelastung, welche ja maßgeblich den Reboarder von einem Sitz in Fahrtrichtung unterscheidet.

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Ganz neu sind jetzt endlich Sensoren für den Bauchraum. Bisher war nicht messbar, wie Gurte oder ein Fangkörper das Abdomen eines Kindes belasten. Hier liegen jedoch viele wichtige Organe und Blutgefäße, welche man ebenfalls möglichst wenig verletzen möchte. Es gibt jetzt ganz aktuell einen "neuen Bauch" für die Q-Dummys. Er ist weich und eindrückbar. Im Inneren sind zwei Zylinder, welche mit einer gelee-artigen Masse gefüllt sind. Diese Drucksensoren können dann zeigen, welche Druckkräfte auf den Bauch wirken. Was das dann in Wirklichkeit bedeutet, ist immer schwer abzuschätzen. Trotzdem gibt man überall Grenzwerte an und vor allem versuchen die Hersteller, ihre Belastungswerte möglichst gering zu bekommen.

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Live bei einem Crashtest zuzuschauen ist zwar spannend, aber man kann bei der Schnelligkeit nichts wirklich erkennen. Rumms - und vorbei. Deswegen zeichnen spezielle Kameras alles auf und man kann es sich danach in einer extremen Zeitlupe genau anschauen.

Im folgenden Video seht Ihr den Crashtest:

Hier in der SloMo erklärt ein Mitarbeiter von Concord, weshalb die Form der Kopfstütze so wichtig ist und wie sich der Trend in den letzten Jahren verändert hat. Früher wurden die Kopfstützen immer enger und immer tiefer, da das einen sicheren Eindruck machte. So müsse der Kopf doch optimal geschützt sein, dachten die Entwickler und für die Eltern sieht es vom Gefühl her besser aus, wenn ein Dummy im Crashtest sich möglichst wenig bewegt. Jedoch ist es in der Realität anders. Bei einem Unfall entsteht Energie, welche auf dem Körper des Kindes einwirkt. Diese soll möglichst kontrolliert abgebaut werden, so dass die Kräfte, die den Körper verletzen können, gering gehalten werden. Das passiert über kontrollierte Bewegung. Man möchte also, dass der Kopf kontrolliert an der Kopfstütze entlang rotiert und bekommt so geringere Belastunsgwerte.

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